147 junge Tüftler halten bei "Jugend forscht" Azubis auf Trab

"Wie beweglich bist du?" – diese Frage stellten sich Pia Gaikowski und Johanna Dikic (beide 11 Jahre) vom Erasmus-Widmann-Gymnasium in Schwäbisch Hall und schon war der Grundstein zur Teilnahme beim 18. "Jugend forscht"- Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken in Künzelsau gelegt.

Die beiden Mädchen entwickelten und konstruierten ein Messgerät, das die Beweglichkeit des Rumpfes veranschaulicht, verglichen die aus einer Testreihe mit Kindern aus ihrer Schule ermittelten Werte mit offiziellen Werten der Studie "Motorik-Modul" des Kinder-und Jugendgesundheitssurveys und traten somit im Fachbereich Biologie an.

"Wie jedes Jahr sind auch dieses Jahr wieder spannende und innovative Ideen an den Start gegangen", sagt Michael Geis, der als Juror den Fachbereich Arbeitswelt bewertete. Und dass er es wissen muss ist offensichtlich, denn Geis arbeitet als Trainer im Bildungswesen im Kfz-Bereich bei Audi und ist seit 1997 als Juror bei "Jugend forscht" dabei. Doch nicht nur die Originalität der Projekte ist ein Kriterium der Juroren, die in den 7 zugelassenen Kategorien neben der Standgestaltung auch die schriftliche Ausarbeitung bewerteten und zudem den offiziellen Bewertungsplan der Veranstalter vorliegen haben.

Doch nicht nur die Teilnehmer/-innen und Juroren hatten einiges zu tun, auch für einige Mitarbeiter und vor allem die Azubis des Unternehmens ebm-papst, das als Patenfirma der Veranstaltung fungiert, waren die drei Tage eine echte Belastungsprobe. Neben der monatelangen Vorbereitungszeit war die Umsetzung, die vor allem Teamwork verlangte, eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Von der Betreuung des Infostandes, über die Verpflegung der Juroren und der logistischen Koordination der Abfahrten zu den Veranstaltungen nach der Jurierung, bis hin zu der Aufsicht in den einzelnen Veranstaltungsräumen waren die Azubis ständig in Aktion. Doch vor allem die Betreuung der 147 Teilnehmer/-innen erforderte höchsten Einsatz und viel Energie, denn 98 der jungen Menschen waren drei Tage am Stück bei „Jugend forscht“ dabei und mussten auch morgens und abends in der Jugendherberge in Rothenburg o.d.T. von den Azubis betreut werden.

Die Sieger des Regionalwettbewerbs "Jugend forscht" Heilbronn-Franken.

Nicht nur im Bereich der Betreuung und Organisation waren die Azubis fleißig, drei Auszubildende des Unternehmens traten als Teilnehmer an und waren damit äußerst erfolgreich. Rene Schmieg und Christian Schmitt (18 und 19 Jahre) gingen mit ihrem Projekt "InForm" an den Start. Die beiden Industriemechaniker entwickelten ein innovatives Formgebungswerkzeug, das eine präzise Formgebung der Schleifscheibe und somit ein einwandfreies Schleifergebnis garantiert. Die beiden erreichten den 1.Platz in der Kategorie Arbeitswelt und treten nun nochmal am Landeswettbewerb in Fellbach an. Auch Tristan Eberle nahm mit seinem Projekt "Heizungskontrollsysteme" am Wettbewerb teil und erreichte im Bereich Technik den 3. Platz.

Der Regionalwettbewerb "Jugend forscht" war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg und lockte zahlreiche Besucher an. Wir Azubis haben unsere Bestes gegeben um zum Erfolg und dem Gelingen der Veranstaltung beizutragen und auch wenn die Tage lang und die Aufgaben teilweise ungewohnt waren, waren wir ein tolles Team und auch für den ein oder anderes Spaß war genügend Zeit.

Wir bei ebm-papst

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Wie geht es weiter?

Für die Sieger von "Jugend forscht" heißt es nun, ihre Projekte noch weiter zu optimieren, um für den Landeswettbewerb vom 16. bis zum 18. März in Fellbach gewappnet zu sein. Überzeugen sie auch dort die Jury, reisen die Nachwuchsforscher vom 26. bis zum 29. Mai nach Paderborn zum Bundesfinale. Die jüngsten Tüftler, die bei "Schüler experimentieren" punkten konnten, präsentieren ihre Ideen erneut vom 14. bis zum 15. April 2016 beim Landeswettbewerb in Balingen – dieser ist gleichzeitig die letzte Station für die Schüler. Wer sich selbst ein Bild von den Projekten machen möchte, kann die Wettbewerbsarbeiten am Freitag, 26. Februar und am Samstag, 27. Februar jeweils von 9 bis 13 Uhr am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn begutachten.