Crailsheim Merlins laden ebm-papst Azubis zum Heimspiel ein.

Auf Tuchfühlung mit Zweimeter-Männern.

Die Basketballmannschaft Crailsheim Merlins hat die Azubis von ebm-papst zu ihrem Heimspiel gegen die Walter Tigers Tübingen am vergangenen Samstagabend in die Arena Hohenlohe in Ilshofen eingeladen.

Coole Aktion: Die Basketballmannschaft Crailsheim Merlins hat die Azubis von ebm-papst zu ihrem Heimspiel gegen die Walter Tigers Tübingen am vergangenen Samstagabend in die Arena Hohenlohe in Ilshofen eingeladen. Trotz der Niederlage der Gastgeber hatte der Nachwuchs des Ventilatorenherstellers allen Grund zur Freude.

20.25 Uhr am Samstag, 14. Februar, dem Valentinstag: Die Stimmung in der ausverkauften, etwa 14.000 Quadratmeter großen Arena Hohenlohe in Ilshofen steht der in Faschingshochburgen wohl in nichts nach. Vor den Aufgängen zu den Tribünen verkaufen junge Frauen roséfarbene Rosen an verliebte Paare oder solche, die es werden wollen. Der Lärmpegel aus dem Inneren grenzt vermutlich gerade so an die noch aushaltbaren 95 Dezibel. Passend zum Fasching flanieren einige Besucher in Verkleidung durch die Ränge. Ein Meer von grünen Leuchtstäben, die viele Zuschauer in Händen halten, erstreckt sich durch den Rundbau. Die meisten haben bereits Platz genommen, die letzten Nachzügler eilen noch die Treppen hinauf. Die Spieler der Crailsheim Merlins und der Walter Tigers Tübingen machen sich auf dem Feld bereits warm – heiß darauf, Körbe zu versenken.

Triumph für die Merlins vor der Halbzeit

Im Block F sitzen Azubis von ebm-papst in Mulfingen samt Begleitung und warten gespannt darauf, dass das „Spiel des Jahres“, wie der Geschäftsführer der Merlins, Martin Romig, es angekündigt hat, beginnt. Sie wurden von den Crailsheimer Basketballspielern, die den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben, eingeladen.

Und dann geht es pünktlich um 20.30 Uhr los: Die Gastgeber legen vor – und machen nach knapp einer Minute den ersten Korb. Nach fünf Minuten Spielzeit steht es 13:9 für die Merlins. Der Fanblock auf den Plätzen direkt neben den Azubis flippt vor Begeisterung schier aus. Mit einer Trommel, Fahnen und Megafon ausgestattet rufen die Lokalpatrioten in regelmäßigem Abstand unisono Parolen wie „Defense“ oder „Crailsheim Merlins“. Auf den Rängen gegenüber geben sich die treuen Anhänger der Tübinger ebenfalls die größte Mühe, ihr Team anzufeuern. Doch es hilft nichts – die Merlins triumphieren auf dem Parkett und gehen mit 38:35 in die Halbzeit.

Eine "super Aktion" von ebm-papst

15 Minuten Pause. Zeit, um sich bei den Azubis mal umzuhören, warum sie sich am romantischsten Tag im Jahr für den Besuch eines Sportereignisses entschieden haben. „Aus Interesse“, antwortet Athanasios Tassioudis (21) aus Künzelsau. Der Auszubildende, der zurzeit in der Abteilung Vertrieb Ausland Erfahrungen sammelt, sieht sich zum ersten Mal ein Basketballspiel live an. „Wenn es die Firma schon mal anbietet, sollte man die Möglichkeit nutzen“, sagt er. Auch Katrin Probst (27) aus Satteldorf findet, dass dies eine „super Aktion“ von ebm-papst ist. „Man profitiert nur davon“, ist die Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik überzeugt und wirft ihrem Freund, der „liebend gern“ mitgekommen ist, einen vielsagenden Blick zu. Für Katrin ist das Spiel am Samstag allerdings keine Premiere. „Das heute ist bestimmt das 10. Spiel“, verrät die 27-Jährige. „Als ich ein Teenager war, haben meine Freundin und ich häufig Freikarten bekommen, weil sie mit einem Spieler liiert war“, plaudert sie aus dem Nähkästchen. Währenddessen hüpfen die Cheerleader der Merlins auf dem Spielfeld herum und heizen der Arena ein.

Fotoshooting nach der Niederlage

Dann ist die Pause vorbei. Jetzt wird es ernst für die Merlins, die zurzeit auf dem letzten Platz in der Bundesliga rangieren. Noch 20 Minuten, um ihre Zukunft in der Tabelle zu besiegeln. Zunächst lässt sich das 3. Viertel auch solide an. Doch dann drehen die Tigers den Spieß um und versenken einen Korb nach dem anderen. Plötzlich scheinen die Chancen auf einen Sieg für die Gastgeber zu schwinden. Die Fans geben alles, um ihre Mannschaft anzufeuern. Aber es hilft nichts: Trotz ihres vollen Einsatzes und der herausragenden Leistung einiger Spieler gelingt es den Jungs um Trainer Ingo Enskat am Ende nicht, das Niveau der 1. Halbzeit zu halten. Sie verlieren ihr Heimspiel mit 72:85. In der Arena macht sich Ernüchterung breit. Einige Zuschauer haben sogar bereits drei Minuten vor Spielende die Halle verlassen. Doch für die Azubis von ebm-papst gibt es noch Grund zur Freude. Sie bekommen ein Foto mit zwei Merlins-Spielern: dem 2,08 Meter großen Andriy Agafonov und dem 2,04 Meter großen Andreas Kronhardt.

Das Fazit? „Ich wusste, dass die Merlins nicht gewinnen, hatte aber nicht damit gerechnet, dass so viele Körbe fallen“, sagt Athanasios. Katrin ist dagegen die Enttäuschung ein wenig anzumerken: „Ich hätte mir gewünscht, dass sie mal gewinnen.“ Für die Fans, die an diesem Abend anfeuerungstechnisch eine Höchstleistung gebracht haben, bleiben die Zauberer dennoch die Sieger der Herzen.

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