Lieber spät als nie

Andras Cziffranics, Selim Kusagli und Willi Eifert arbeiteten viele Jahre ungelernt in der Fertigung in St. Georgen. Zwar fühlten sich die drei hier immer wohl, die fehlende Ausbildung war trotzdem ein Wermutstropfen.

Andras Cziffranics.

Andras Cziffranics.

Ohne Berufsausbildung fühlt man sich in manchen Situationen gegenüber anderen Kollegen ein bisschen unsicher.

Es ist ja nicht so, dass es ohne Berufsausbildung gar nicht ginge: Andras Cziffranics (29), Selim Kusagli (49) und Willi Eifert (41) leisten allesamt auch ohne Abschluss einen wertvollen Beitrag zu unserem Unternehmenserfolg. Die drei Kollegen arbeiten im Schichtbetrieb unseres Werks 1 in St. Georgen — Cziffranics seit fünf Jahren als Maschinenbediener, Eifert und Kusagli fingen vor jeweils über 10 Jahren ebenfalls so an und sind mittlerweile zu technischen Einrichtern aufgestiegen. Alle drei sind also fester Teil unserer Mannschaft und sorgen für den reibungslosen Produktionsablauf in ihren Schichten. Und doch, etwas nagte an allen dreien: "Ohne Berufsausbildung fühlt man sich in manchen Situationen gegenüber anderen Kollegen ein bisschen unsicher", gibt Kusagli zu. Sein Kollege Cziffranics fügt noch an: "Außerdem kommt man ohne Ausbildung einfach nur bis zu einem gewissen Punkt. Grundsätzlich konnte ich mir aber schon vorstellen, mehr Verantwortung zu übernehmen."

Weiterbildung hilft allen

Gerade in Zeiten, in denen sich die Industrie händeringend um Fachkräfte bemüht, muss ein Unternehmen wie das unsere auf solche Wünsche reagieren. Schließlich hat es nur positive Effekte, wenn Mitarbeiter wie unser Trio die Chance zur Weiterentwicklung bekommen: Einerseits führt eine bessere Ausbildung fast zwangsläufig zu einer besseren Arbeitsleistung, andererseits handelt es sich dabei um Wertschätzung der bisherigen Leistungen der Kollegen. In St. Georgen gibt es für diese Fälle daher das Qualifizierungsprogramm Griw der Personalentwicklung — das steht für "Gestaltung der strukturellen und personellen Rahmenbedingung zur Implementierung innovativer arbeitsgebundener Weiterbildungskonzepte". Cziffranics, Kusagli und Eifert standen auf der Kandidatenliste für die verkürzte Ausbildung im Rahmen von Griw ganz oben. "Vor etwa einem Jahr sprach mich mein Vorgesetzter darauf an, ob ich Lust hätte, hier meine Ausbildung nachzuholen", erinnert sich Eifert. "Ich musste dann gar nicht lange überlegen und sagte zu." Auch die andern beiden waren gleich begeistert.

Willi Eifert.

Willi Eifert.

Sie hatten die längste Zeit keinen Abschluss: Andras Cziffranics, Selim Kusagli und Willi Eifert aus der Produktion in St. Georgen.

Selim Kusagli

Selim Kusagli

Harte Schule

Was dann folgte, war kein Zuckerschlecken. Für die frischgebackenen "Azubis" hieß es: Schulbank drücken, mit allem was dazugehört — und vor allem auch zusätzlich zur eigentlichen Arbeit. Die Ausbildung an der Berufsschule in Schramberg beinhaltete sowohl theoretische als auch praktische Teile. "Ich habe ja auch Familie, da war es gar nicht so einfach, das alles unter einen Hut zu bekommen", gesteht Eifert, dem nach so mancher Powersitzung der Schädel brummte. "Kein Wunder, wir lernten schließlich den Stoff von über zwei Jahren in gerade einmal neun Monaten." Weniger Probleme bereitete dabei die Praxis, da sind sich alle einig. Die meisten prüfungsrelevanten Handgriffe saßen einfach nach jahrelanger Arbeit schon ziemlich gut. Ins Zweifeln gerieten sie eher durch die Theorieteile, wie Kusagli bestätigt: "Vor allem mit den vielen Fachbegriffen habe ich mich etwas schwergetan, Deutsch ist ja schließlich nicht meine Muttersprache." Wie seine Kollegen biss auch er die Zähne zusammen und kämpfte sich durch — Unterstützung bekam er sowohl privat als auch aus dem Kollegenumfeld. Im Juli hielten alle stolz ihr von der IHK anerkanntes Zeugnis in der Hand und die drei sind gespannt, wie es weitergeht. "In meiner täglichen Arbeit wird sich nicht sofort etwas verändern", sagt Cziffranics. "Aber der neue Abschluss gibt mir natürlich mehr Sicherheit. Jetzt hoffe ich, dass ich zukünftig noch mehr Chancen bekomme, mich bei ebm-papst zu beweisen." Und Kusagli ergänzt: "Ich für meinen Teil spüre schon, dass ich sicherer im Umgang mit den Kollegen bin. Deshalb würde ich jedem dazu raten, eine solche Gelegenheit zu ergreifen, wenn er sie bekommt."

Wir bei ebm-papst

Mit ebm-papst zum beruflichen Erfolg

Auf den folgenden Seiten finden Sie alles über unsere vielfältigen Berufs- und Ausbildungsangebote: ausführliche Infos, spannende Erfahrungsberichte und natürlich konkrete Stellenangebote. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und finden Sie Ihren persönlichen Weg zu ebm-papst. Wir freuen uns auf Sie!