„Besser kommen wir nicht an qualifizierten Nachwuchs“

Thomas Schwab absolviert bei ebm-papst ein duales Studium, Andreas Fessel betreut seine Bachelorarbeit. Von dem Modell profitiert sowohl der Student als auch ebm-papst.

Andreas Fessel betreut die Bachelorarbeit von Thomas Schwab: ein Glücksfall für beide.

Herr Schwab, Sie studieren bei einem Unternehmen. Wie geht so etwas überhaupt?

Thomas Schwab: Über ein sogenanntes duales Studium. Das bedeutet, dass ich meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung "internationaler technischer Vertrieb" an der dualen Hochschule in Mosbach mache. Neben den theoretischen Veranstaltungen absolviere ich im gleichen Zeitumfang Praxisphasen hier bei ebmpapst. Es ist toll, Wissen aus dem Hörsaal direkt in der Praxis anzuwenden. Man hat zwar weniger Freizeit, dafür macht man aber von Anfang an praktische Erfahrungen, verdient sein eigenes Geld und lernt sehr praxisnah.

Herr Fessel, am Ende des Studiums von Herrn Schwab betreuen Sie nun seine Bachelorarbeit. Bedeutet das nicht eine Menge zusätzlicher Arbeit?

Andreas Fessel: Aus meiner Sicht profitiert davon sowohl der Student als auch der Betreuer. Deshalb ist die Bachelorarbeit von Thomas auch schon die fünfte Abschlussarbeit, die ich begleite. Ich finde es toll zu sehen, wie die Studenten mit Methoden, die sie an der Uni gelernt haben, an Herausforderungen herangehen. Da lasse ich mich gerne auch immer wieder auf den aktuellen Stand bringen. Gleichzeitig kann ich den Studenten mit meiner Erfahrung weiterhelfen und Tipps geben. Klar, das kostet Zeit. So eine 100-Seiten-Arbeit liest man schon mal auch nach Feierabend oder am Wochenende, aber bisher hat sich das am Ende immer gelohnt.

Inwiefern profitiert denn ebm-papst als Unternehmen von einer solchen Arbeit? Bedeutet das nicht eine Menge zusätzlicher Arbeit?

Fessel: Wir schreiben immer Themen aus, die für uns als Unternehmen nützlich sind. Thomas schreibt seine Arbeit im Umfeld unseres "Approved-Controller-Programms", also über Steuerungssysteme von externen Partnern, mit denen unsere Ventilatoren gut zusammenarbeiten. Hintergrund ist, dass sich unsere Kunden immer mehr eine maßgeschneiderte Komplettlösung aus Ventilator und Steuerung wünschen. Konkret geht es in der Arbeit darum, Lüftungssysteme, wie man sie in Mehrfamilienhäusern, Hotels und Büros findet, durch eine intelligente Vordrucksteuerung deutlich effizienter zu gestalten. Damit wird der Lüftungsbedarf mit minimalem Energieeinsatz erreicht. So können mindestens 30 Prozent Energie gegenüber bisherigen Systemen eingespart werden. Dies ist eine nähere Betrachtung wert und motivierte uns dazu, diese Bachelorarbeit anzubieten.

Schwab: Unterstützt werden wir dabei von der Firma Belimo, die die passenden Komponenten für ein energiesparendes Lüftungssystem bietet. Das System besteht aus Belimo Volumenstromreglern, ebm-papst EC-Ventilatoren und einer intelligenten Steuerung. In meiner Arbeit untersuche ich die unterschiedlichsten Aspekte dieses Themas. Das reicht von den Möglichkeiten zur Gestaltung einer Kooperation mit unseren Partnern über den Aufbau eines Modells, an dem wir die Programmierung eines solches Systems durchführen, bis hin zur Betrachtung der Energieeinsparungen, die solche intelligenten Systeme bieten. Am Schluss folgt dann noch ein Ausblick mit Ideen dafür, wie unser Ventilatoren-Auswahlprogramm verbessert werden kann.

Das klingt nach einer ganzen Menge Arbeit. Wie viel Zeit haben Sie dafür?

Schwab: Für die Bachelorarbeit sind zwölf Wochen vorgesehen, das ist sportlich. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffe. Sicher könnte man zu diesem Thema auch zwei bis drei Bachelorarbeiten schreiben. Bei ebm-papst habe ich den großen Vorteil, schon viele Kollegen und die Produkte zu kennen. So geht es einfach schneller voran, da ich beste Unterstützung bekomme und nicht bei null anfangen muss.

Wie geht es nach dem Bachelor weiter?

Schwab: Ich werde bei ebm-papst bleiben und als Vertriebsingenieur für Asien und Amerika arbeiten. Durch die vielen Stationen, die ich hier durchlaufen konnte, weiß ich, dass diese Position gut zu mir passen wird. Nach einem Jahr Vollzeitarbeit möchte ich dann einen berufsbegleitenden Master beginnen.

Fessel: Einen besseren Weg, an qualifizierte Nachwuchskräfte zu kommen, kann ich mir nicht vorstellen. Thomas kennt das Unternehmen und die Produkte und hat alle Grundlagen von der Pike auf gelernt. Er weiß, was ihn erwartet, und das ist für Thomas natürlich wichtig. Für die Abteilung stellt er eine unmittelbare Hilfe dar, da er nach den drei Jahren dualen Studiums ein guter und engagierter "ebm-papst Mann" geworden ist und vom ersten Tag an loslegen kann. Und die Bachelorarbeit dient sozusagen als eine Art erste Arbeitsprobe.

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