Die Quereinsteigerin

Bianca Kargl hat Schuhverkäuferin gelernt, aber ihr Herz schlug schon immer für Technik. Bei uns hat sie ihren Traumjob gefunden.

Routiniert richtet Bianca Kargl in der Stanzerei in Landshut die Maschine für Lüfterräder ein. Sie nimmt das bisher genutzte Werkzeug heraus, setzt ein anderes ein, zieht die Schrauben fest und prüft, ob alle Sicherheitsbestimmungen erfüllt sind. Ihr Vorarbeiter wirft auch noch einen Blick drauf, nickt zufrieden und Kargls Kollege kann mit der Produktion der Lüfterräder starten. Szenen wie diese gehören mittlerweile zum Arbeitsalltag der 32-jährigen Maschinen- und Anlagenführerin. Das war nicht immer so. Ursprünglich hatte die gebürtige Landshuterin nämlich gelernt, Schuhe an den Mann zu bringen.

Ich bin richtig stolz, dass ich das geschafft habe. Jetzt kann ich mehr Verantwortung übernehmen. Das ist genau das, was ich wollte.

Vom Schuh zum Stanzen
"Eigentlich wollte ich nach meinem Hauptschulabschluss ja Kfz-Mechanikerin werden. Da es damals aber keine freie Stelle gab, habe ich in einer Schuhfabrik eine Ausbildung als Verkäuferin begonnen", erinnert sich Kargl. Die Ausbildung schloss sie erfolgreich ab, merkte aber schon bald, dass das eigentlich nicht ihr Ding war. "Ich habe mich schon immer viel mehr für Technik interessiert", sagt Kargl, die in ihrer Freizeit gerne am eigenen Auto herumschraubt. Ihre Mutter schließlich brachte sie auf die Idee, bei ebm-papst anzufangen. Zunächst arbeitete sie über eine Leiharbeitsfirma in der Wechselstrommontage, später dann in der Stanzerei. Dort klappte es im Jahr 2010 auch mit der Festanstellung. "Die Arbeit hat mir richtig Spaß gemacht, umso mehr hat es mich gefreut, als eine Stelle frei wurde." Drei Jahre später kam dann die Gelegenheit, im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms beim Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) den Abschluss zur Maschinen- und Anlagenführerin zu machen. "Vor der Theorie hatte ich ja schon ein wenig Bammel, aber die Kollegen haben mich alle prima unterstützt. Außerdem wurde ich freigestellt, wenn ich mich auf Prüfungen konzentrieren musste", erzählt Kargl. Freitags und samstags drückte sie fortan die Schulbank, in ihrem Urlaub lernte sie Mathe und Physik. Nach neun Monaten, im Frühjahr 2014, hatte sie schließlich den IHK-Abschluss in der Tasche. "Ich bin richtig stolz, dass ich das geschafft habe. Jetzt kann ich mehr Verantwortung übernehmen. Das ist genau das, was ich wollte."

Die Atmosphäre stimmt
Kargl könnte jetzt noch eine Ausbildung zur Technikerin draufsetzen oder den Meister machen. "Im Moment denke ich da noch nicht dran. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Jedenfalls habe ich das Gefühl, jederzeit die Möglichkeit zu haben, hier weiterzukommen." Überhaupt schätzt sie die Atmos­phäre in der Stanzerei: "Wir sind immer füreinander da und helfen uns, wenn es mal hakt, und auch Probleme werden offen angesprochen." Wenn Kargl während der Arbeit eine kleine Auszeit braucht, geht sie ins firmeneigene Fitnessstudio "Kraftwerk" zum Trainieren. Und auch auf die jährlichen Sommerfeste freut sie sich. Kargl bringt es auf den Punkt: "Ich fühle mich wohl hier und will auch nicht mehr weg!"

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