Gute Führung ist kein Zufall: Klimawandel als Glücksfall

Gute Mitarbeiterführung ist ein Schlüssel zum Erfolg.

Drei* Teilnehmer aus dem Nachwuchskräftetraining berichten im Interview, warum „Gesundheitsbewusstes Führen“ die Chance für eine Triple-Win-Situation bietet.

Sie haben an der Kick-off-Schulung "Gesundheitsbewusstes Führen" in St. Georgen teilgenommen. Was hat die Qualität der Führung mit der Gesundheit der Mitarbeiter zu tun?

Wichtig ist, dass Transparenz und Offenheit in der Praxis täglich gelebt werden.

Matthias Mirwald: Die Antwort darauf ist vielschichtig, aber kurz gesagt: sehr viel. Menschen wollen Wertschätzung erfahren, wollen, dass mit ihnen offen und vertrauensvoll kommuniziert wird. Wir haben gelernt, dass die psychologischen Effekte guter Führung nicht über zu bewerten sind. Wichtig ist, dass Transparenz und Offenheit nicht nur Anspruch sein dürfen, sondern in der Praxis täglich gelebt werden müssen.

Nicole Kleiser: Hierbei sind die Führungskräfte besonders gefragt. Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel Über- oder Unterforderung. Beides kann schnell zu Unwohlsein oder im schlimmsten Fall zum Burn-out führen. Jeder Mensch ist anders, Führungskräfte müssen ein Instrumentarium entwickeln und sensibilisiert sein, um die jeweiligen Bedürfnisse zu erkennen.

Jürgen Höfling: Die Stimmung innerhalb der Gruppe, das Klima in der Abteilung, die Qualität der Kommunikation — all das hat weitreichenden Einfluss auf die Psyche der Mitarbeiter. Wir sind für diese Themen sensibilisiert worden, haben theoretische Grundlagen erhalten und sind somit besser gerüstet, die täglichen Herausforderungen zu meistern. Klimawandel in diesem Sinne darf dann also als Glücksfall gesehen werden.

Wie hat Sie die Schulung dabei unterstützt, besser auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen?

Mirwald: Zunächst wurden uns sehr anschaulich die theoretischen Grundlagen vermittelt. Also: Welche Grundbedürfnisse besitzt der Mensch überhaupt? Was sind die häufigsten Ursachen für zwischenmenschliche Probleme? Welche Anzeichen gibt es dafür, dass etwas nicht stimmt?

Jeder freut sich schließlich über ein ernst gemeintes Lob.

Höfling: Für mich war es sehr wichtig, dass wir unser Selbstbild hinterfragt haben – also welche Rolle wir derzeit einnehmen und welche Rolle wir anstreben. Aus unseren eigenen Erfahrungen haben wir zunächst abgeleitet, welche Faktoren uns positiv beeinflussen. Das unterscheidet sich ja nicht von unseren Mitarbeitern. Ein Beispiel: Jeder freut sich schließlich über ein ernst gemeintes Lob.

Kleiser: Außerdem fand ich das Feedback sehr hilfreich, das wir uns nach dem gemeinsamen Durchspielen von Praxisbeispielen gegenseitig gegeben haben. Es wurde deutlich, dass beispielsweise auch die Körpersprache einen großen Einfluss auf die persönliche Wirkung hat und darauf, wie Rückmeldungen vom Gegenüber wahrgenommen werden. Etwaigen Missverständnissen kann durch einen bewussten Einsatz von Körpersprache vorgebeugt werden.

Welche Erkenntnis konnten Sie konkret mitnehmen, die Sie auch im Arbeitsalltag anwenden wollen?

Mirwald: Ich werde versuchen, besser auf die Anzeichen zu achten, dass etwas im Argen liegen könnte. Der Schlüssel liegt für mich darin, möglichst früh Symptome zu erkennen. Die Schulung hat meine Sinne geschärft und mich sensibilisiert.

Höfling: Mir ist sehr deutlich geworden, wie wichtig Kommunikation und Offenheit sind, um fachliche Transparenz und persönliche Berechenbarkeit herzustellen. Mitarbeiter benötigen Überblick über Abläufe, Zielerreichung und Ergebnisse, denn intransparente Zustände erzeugen Unsicherheit und damit Stress. Und wenn eine Führungskraft unberechenbar ist, sorgt das ebenfalls für Verunsicherung. Deshalb strebe ich an, noch mehr in direkten Gesprächen zu kommunizieren und Mitarbeiter so weit wie möglich einzubeziehen.

Die Zufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter hat schließlich auch einen erheblichen Einfluss auf das Klima in der Gruppe.

Kleiser: Es wurde auch wieder sehr deutlich, wie wichtig Wertschätzung, Anerkennung und Lob sind. Dies trägt positiv zum Selbstwertgefühl des Mitarbeiters bei und hilft damit, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Die Zufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter hat schließlich auch einen erheblichen Einfluss auf das Klima in der Gruppe, das es individuell und nachhaltig zu optimieren gilt.

Matthias Mirwald, Projektleiter bei ebm-papst ZEITLAUF.

* Matthias Mirwald, Projektleiter bei ebm-papst ZEITLAUF.

Nicole Kleiser, Area Sales Managerin aus St. Georgen.

* Nicole Kleiser, Area Sales Managerin aus St. Georgen.

Jürgen Höfling, Segmentleiter in Herbolzheim.

* Jürgen Höfling, Segmentleiter in Herbolzheim.

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