Zurückgeben mit Erfolg

Soziale Verantwortung und persönlicher Einsatz unserer Mitarbeiter

"Soziale Verantwortung ist untrennbar mit unserer Geschichte verbunden", erklärt Ralf Sturm, Leiter Personalservice in Mulfingen. "Für meinen Vater Gerhard Sturm war es immer wichtig, ein enges und gutes Miteinander mit den Mitarbeitern zu pflegen. Und dazu gehört auch, dass man sie fördert." Schließlich sind die Mitarbeiter ein Pfeiler des Erfolgs seit 50 Jahren. Das Engagement der Mitarbeiter – und deren Unterstützung durch Familie und Freunde – gilt es anzuerkennen. "Daher war es von Anfang an selbstverständlich, unseren Mitarbeitern und ihrem Lebensumfeld in der Region etwas von diesem Erfolg zurückzugeben." Sport-, Musik- und weitere Vereine erleben diese Unterstützung ebenso wie soziale Einrichtungen. Das Resultat überzeugt: Soziales Engagement verbindet Unternehmen und Region – und schafft ein Klima des Vertrauens.

Weil unsere Bürger wussten, dass ebm-papst hinter der Bischof-von-Lipp-Schule steht, war ein großes Vertrauen da, dass das auch gelingt.

Robert Böhnel, Bürgermeister in Mulfingen

"Bei jedem Engagement achten wir auf Sinn und Zweck der Unterstützung", betont Sturm. Ein gutes Beispiel ist die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen. Als 2008 alle baden-württembergischen Hauptschulen mit weniger als 75 Schülern geschlossen werden sollten, musste sich auch die Gemeinde an unserem Stammsitz etwas einfallen lassen. "Wir haben uns gemeinsam gefragt, wie wir den Schulstandort erhalten können", erzählt der heutige Mulfinger Bürgermeister Robert Böhnel in der Rückschau. Damals ging Gerhard Sturm sofort auf den ehemaligen Bürgermeister Limbacher zu. Weil ebm-papst den Kindern seiner Mitarbeiter am Ort Bildungschancen erhalten wollte, unterstützten Unternehmen und Gemeinde die Diözese Rottenburg-Stuttgart 2010 dabei, eine private Haupt- und Realschule zu gründen. Träger ist nun die St. Josefspflege in Mulfingen. "Das ist eine unserer Antworten auf aktuelle Fragen zu demografischer Entwicklung, Fachkräftemangel und Abwanderungstendenzen aus der Region", erklärt Ralf Sturm den Einsatz.

Ich finde es super, dass sich ebm-papst so engagiert. Als Auszubildende habe ich selbst schon davon profitiert, als ich an Jugend forscht teilgenommen habe. Zudem gehen meine Kinder bald auf die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen.

Natalia Zerr, PG3, Mulfingen

International sozial

Doch Engagement und der Blick auf das direkte Umfeld gelten nicht nur für unser Mutterland, sondern auch weltweit. "In den Niederlassungen haben die Mitarbeiter sehr genau registriert, welches soziale Selbstverständnis hier am Stammsitz in Mulfingen gelebt wird", ist sich Ralf Sturm sicher. "Und diese Unternehmenskultur trägt sich ganz offensichtlich weiter." Zum Beispiel in den Niederlanden. Dort unterstützen die Kollegen die Organisation Goodwill Media, die ein wenig Abwechslung in den Alltag von medizinischen Kindertagesstätten bringt, in denen chronisch kranke Kinder betreut werden. Dazu liefert sie jeden Monat farbenfrohe Spielpakete und hilft den Einrichtungen, wenn sie eine Feier gestalten, Spielzeuge kaufen oder einen Ausflug machen möchten. Die Niederlassung unterstützt auch die Goodwill-Tage, an denen die Organisation Ausflüge für die Kinder veranstaltet.

In der Schweiz wiederum hat man sich der Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft verschrieben. Zum einen unterstützt die dortige Tochtergesellschaft Behindertenwerkstätten, zum anderen versucht sie, "schweren Jungs" den Weg zurück in die Gesellschaft leichter zu machen. Die Justizvollzugsanstalt Pöschwies liegt nur wenige Kilometer von unserer Niederlassung in Oberhasli entfernt. Sie ist mit 426 Plätzen das größte geschlossene Gefängnis der Schweiz. Die Insassen übernehmen bei ihrem Pflichteinsatz in den Werkstätten auch Aufträge für ebm-papst.

Das Wohl der Mitarbeiter

In Russland galt es zunächst einmal, eine Lösung für ein sehr alltägliches Problem der Mitarbeiter zu finden: Die Niederlassung liegt in einem Vorort von Moskau – mit unzureichender Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Daher hat man sich dort vom seit Jahrzehnten bestehenden Firmenbussystem in Mulfingen inspirieren lassen. Jetzt holt ein kleiner Bus die Mitarbeiter an der letzten U-Bahn-Station ab und bringt sie ins Büro und von dort nach Feierabend zurück. Soziale Verantwortung beginnt für den Geschäftsführer der Niederlassung direkt bei den Mitarbeitern: "Es liegt uns viel daran, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, da wir die Mitarbeiter fest an uns binden möchten", betont Andrej Honstein – und spricht damit eine Überzeugung aus, die so auch in Mulfingen seit 50 Jahren gilt. Aus diesem Grund schließt die russische Niederlassung für alle Mitarbeiter eine zusätzliche, freiwillige Krankenversicherung ab, die die qualitativ nicht optimale staatliche Versicherung ergänzt.

Der Firmenbuss spart mir sehr viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit und schont meinen Geldbeutel. Außerdem kann ich mich während der Fahrt bereits mit den Kollegen austauschen.

Maria Hort, Logistikleiterin, ebm-papst in Moskau

Geld ist nicht alles

Über eine derartige Absicherung hätte sich die 19-jährige Kollegin Chenmei Yu im Jahr 2011 sehr gefreut. Als bei ihr ein bösartiger Tumor diagnostiziert wurde, stellte das ihre ganze Familie vor eine schier unlösbare Aufgabe: Die Eltern konnten sich als arme Kleinbauern in der ländlichen Provinz Anhui die aufwendige Behandlung ihrer Tochter nicht leisten. Die Kollegen der Niederlassung in Shanghai zeigten Solidarität und riefen spontan zu Spenden auf. Binnen weniger Wochen kamen so über 22.000 Renminbi Yuan – knapp 3.000 Euro – zusammen und wurden Frau Yu übergeben. Ihr geht es inzwischen wieder besser. "In den vergangenen 25 Jahren haben westliche Firmen kräftig in China investiert, unser Land ist daher stärker in die internationale Gemeinschaft eingebunden als jemals zuvor", sagt Becky Chen, Betriebsratsvorsitzende bei ebm-papst in China. "Für Unternehmen wie ebm-papst, die sich ernsthaft ökologisch und sozial engagieren, bietet sich jetzt die einmalige Gelegenheit, einen echten sozialen Wandel anzustoßen."

Becky Chan übergibt der erkrankten Kollegin Chenmei Yu (links) die Spende der Belegschaft.

Dass Wohlbefinden nicht nur von Geld abhängt, beweist die Niederlassung in São Paulo. Dort widmet sich das Bem-EstAr-Projekt dem Wohlergehen der Mitarbeiter über das rein Materielle hinaus. Dabei versteht man unter Wohlergehen vor allem einen positiven Blick auf das Leben und die Zukunft, mit klaren Regeln, Idealen und persönlichen Zielen. Alle zwei Wochen bekommen die Mitarbeiter Tipps, wie sich Lebensqualität und Gesundheit steigern lassen. "Tipps zu Körperpflege, gesunder Ernährung, Bewegungsübungen und mehr bereichern unseren Alltag", ist Simone Ciambeli, Vertriebs-Support bei ebm-papst in Brasilien, begeistert. "Bem-EstAr zeigt eindrucksvoll, wie sich das Unternehmen um unser Wohlergehen sorgt."

Wir bei ebm-papst

Mehr über Nachhaltigkeit.

ebm-papst ist unter anderem Klimaschutzunternehmen sowie Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und des Deutschen Corporate Social Responsibility Preises.